21.03.2018

von B° RB

Platz für Einzigartige

Europäische Metropolregion Nürnberg. Wie der Landkreis Amberg-Sulzbach für das Überleben der seltensten Fledermausart Deutschlands sorgt

(v.l.n.r.): Wirtschaftsförderer Harald Herrle, Rudi Leitl, Dr. Christa Standecker, Geschäftsführerin der Metropolregion Nürnberg, Landrat Richard Reisinger

"Fledermaus-Rudi" aus dem Amberg-Sulzbacher Land ist neuer Markenbot- schafter der Imagekampagne „Platz für...“ der Metropolregion Nürnberg. Das Fledermaushaus in Hohenburg am Rande des Naturparks Hirschwald ist Rudi Leitls Augapfel. Hier leben die Großen Hufeisennasen, eine Fledermausart, die es in Deutschland nur hier gibt. Alljährlich kommen hier die Hufeisennasen-Mütter zusammen, um ihre Jungen sicher zur Welt zu bringen und aufzuziehen. Als Gebietsbetreuer und Life-Projektmanager ist Rudi Leitl für die Großen Hufeisen zuständig. Je länger er sich mit den Tieren beschäftigt, desto mehr faszinieren sie ihn. Und umso mehr liegt ihm am Herzen, dass die Art erhalten bleibt.

Damit die natürliche Nahrungskette der Fledermäuse bestehen bleibt, kommt das Rote Höhenvieh ins Spiel, eine Rinderrasse, die schon früher die Region geprägt hat. Der Dung der Weidetiere ist der perfekte Nährboden für die Insekten, die von der Großen Hufeisennase gefressen werden. Und so kommt es, dass wieder Rotes Höhenvieh im Wald auf dem ehemaligen Hutanger von Hohenburg grast.

Unter dem Titel „Platz für Einzigartige“ ist Rudi Leitl jetzt zusammen mit „seinen“ Fledermäu- sen und den Waldrindern Botschafter für die Mitmachkampagne „Platz für...“ der Metropolregion Nürnberg. Im Beisein von Landrat Richard Reisinger wurde das neue Motiv im Landrat- samt Amberg-Sulzbach vorgestellt und ein Großflächenplakat an der Amberger Schlossfas- sade angebracht.

„Unser Landkreis ist reich an Naturschätzen. Der Naturpark Hirschwald ist mit seinen vielfältigen Landschaften rund um Jurasteig und Wacholderwanderweg attraktives Naherholungsgebiet und wichtiger Lebensraum,“ erläutert Landrat Richard Reisinger. „Wir schätzen diese natürliche Existenzgrundlage und setzen uns daher im Rahmen der Agenda21 für die nachhaltige Entwicklung und Bewahrung unseres Landkreises ein. Das Naturschutzprojekt Fledermaushaus in Hohenburg ist ein einzigartiges und herausragendes Beispiel dieser Bemü- hungen und repräsentiert unseren Landkreis somit sehr gut.“

Der Gebietsbetreuer der Großen Hufeisennase Rudi Leitl selbst, versteht sich als „ökologi- scher Netzwerker“, der sich nicht nur um die Bedarfe der schützenswerten Fledermauspopu- lation kümmert, sondern auch die Anliegen von Behörden, Anwohnern und Touristen im Blick hat. Durch regelmäßige Führungen ist es ihm gelungen, Begeisterung für die kleinen Flug- tiere zu wecken und den Hohenburgern ihre fliegenden Mitbewohner näher zu bringen. Ihm ist es wichtig, „dass die Menschen die Schönheit und Einzigartigkeit ihres Landkreises wahr- nehmen und zu schätzen wissen.“

Einzigartig ist auch die Symbiose der Großen Hufeisennase und des Roten Höhenviehs. Dieser natürliche Kreislauf hat positive Nebeneffekte für die Region: Die schöne Jura-Landschaft wird erhalten und zugleich vorzügliches Rindfleisch erzeugt. So passt das Schutzpro- jekt auch zur Marke „Original Regional“ der Metropolregion Nürnberg. Unter diesem Label fördert die Metropolregion den Erhalt gewachsener Kulturlandschaften, ebenso wie den orts- nahen Vertrieb regional erzeugter Lebensmittel.

Dr. Christa Standecker, Geschäftsführerin der Metropolregion Nürnberg, ergänzt, warum „Platz für Einzigartige“ zudem perfekt in die Reihe der „Platz für...“-Kampagnenmotive passt: „Unsere Imagekampagne erzählt Geschichten von Menschen, die in der Metropolregion Nürnberg ihr persönliches Lebensmodell verwirklichen. Rudi Leitl hat im Landkreis Amberg- Sulzbach seinen perfekten Lebensmittelpunkt und eine Berufung gefunden, die es ihm er- möglicht seine tiefe Verbindung zur Natur ebenso auszuleben wie seine Verbundenheit zur Heimat.“ Wie viele Menschen in der Metropolregion profitiert Rudi Leitl von dem perfekten Stadt-Land-Mix und definiert es als eine der Stärken der Region, sowohl „tief in der Natur, aber auch ganz nah am Stadtleben“ zu sein. Sein Landkreis hat innerhalb der Metropolre- gion Nürnberg die perfekte Lage.

Das Motiv „Platz für Einzigartige“ soll fortan für die Außenkommunikation des Landkreises Amberg-Sulzbach genutzt werden und zum Beispiel für Info-Pakete für Besucher eingesetzt werden.

„Platz für Einzigartige“ ist bereits das 15. Cobranding-Motiv, mit dem Unternehmen, Kommunen und andere Einrichtungen ihre Geschichte mit der Metropolregion Nürnberg erzählen und damit zum Ausdruck bringen, dass die Region ein guter Platz zum Leben und Arbeiten ist. Alle Storys sind nachzulesen unter www.platzfuer.de. Weitere Motive werden im Laufe des Jahres bekannt gegeben.

Seit ihrem Start hat die Kampagne „Platz für...“ eine Reichweite von über 37 Millionen Kontakten erzielt – durch Plakat-Aktionen in über 30 Städten der Metropolregion, Beiträge in den Sozialen Medien, Artikel und TV-Berichte in den regionalen Medien sowie durch öffentlichkeitswirksame Auftritte bei Events wie der Challenge Roth oder der Consumenta.

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